en

Look of the Day / Vera Ambach

1.07.2012

Im ersten Semester bin ich durch Mendini und seinem Text „ Für ein banales Design. Das Ende des proletarischen Mythos“ auf das Thema Kitsch gestoßen und habe mich dadurch mit Konsum beschäftigt, ein Thema, das allgegenwärtig ist und ausführlich behandelt wurde. Unsere Gesellschaft produziert und kreiert, verschwendet und konsumiert. Der Mensch kann jedes Bedürfnis befriedigen und erreicht dadurch ein Gefühl von Glück. Für dieses Verhalten müssen immer wieder neue Bedürfnisse geschaffen werden. Wir können uns dagegen stellen (mit Drogen, oder durch terroristische Vereinigungen) oder kritisch und zynisch den banalen Alltag akzeptieren (dadurch entsteht das sogenannte „unglückliche Bewusstsein“, Mendini, Text „Für ein banales Design“).
Die These meiner Arbeit besagt, dass es keine zukünftige allgemein gültige Architektursprache geben wird, denn sie muss immer wieder neu definiert werden, um die Menschen überraschen und überwältigen zu können. Gleich wie Mode hat Architektur die Freiheit über Regeln hinaus zu agieren, ständig auf der Suche Neues zu finden, Tabus zu brechen, damit sie überleben kann. Bilder die Mode abbilden, sind elegant, erotisch und provokant, zeigen uns ein Idealbild von Schönheit und saugen zugleich Zeitgeist auf und antizipieren denjenigen von morgen. Nun hat sich mir die Frage gestellt, ob Architektur mit denselben Mitteln wie Fashion arbeiten kann, um zu überleben? Mit dem Begriff Mode beziehe ich mich bei meinen Untersuchungen auf das schnelllebige Phänomen der Kleidung und Fashion, mit denen Personen ihre Persönlichkeit zum Ausdruck bringen können, mit dem sich die Modezeitschriften und so zahlreiche Blogs im Internet beschäftigen.
Die gesamte Modebranche kann man natürlich sehr kritisch beleuchten, weil es in erster Linie darum geht, dem Menschen neue Bedürfnisse aufzubinden, damit sie selbst mehr Geld akkumulieren. In meiner Untersuchung bin ich aus diesem „unglücklichen Bewusstsein“ ausgebrochen und habe, wie ich glaube, die Themen Mode, Konsum, Kunst und Architektur in Verbindung mit Mode mit einem (glücklichen) Bewusstsein durchleuchtet.
Die Architektur beschränkt sich im Bereich der Mode nicht mehr nur auf die Inneneinrichtung der Geschäfte. Sie entwickelt ein ganzes System, das die Gesellschaft, die Medien und die Kunst mit einbezieht und damit kann sie eine Marke positionieren. Dieses Phänomen habe ich am Beispiel Prada versucht zu zeigen.

Schreibe einen Kommentar