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Warum der Tiroler baut wie er baut / Nikolaus Hämmerle

19.06.2013

Im Buch: „Die Architektur der Stadt, eine Skizze zu einer grundlegenden Theorie des Urbanen“ möchte Aldo Rossi die Stadt nicht in ihren Einzelteilen verstanden haben sondern als ein kollektives, architektonisches Kunstwerk, dabei sollen nicht nur wissenschaftliche Aspekte der Stadtuntersuchung aufgezeigt, sondern auch gestalterische Ansatzpunkte gesucht werden.

Es gibt zwei unterschiedliche Möglichkeiten eine Stadt zu untersuchen: 1. Funktionalistisches Analyse, hier werden politische, soziale und ökonomische Tatbestände untersucht oder 2. Räumliche Analyse, bei der eine ästhetische Leseart der Stadt angestrebt wird. Aldo Rossi geht davon aus, dass städtebauliche Tatbestände in ihrer Natur Ähnlichkeiten mit Kunstwerken haben, aber vor allem die Erkenntnis ihres kollektiven Charakters bringt ein besseres Verständnis der Stadt. Die Stadt kann also nur in der Summe ihrer Einzelteile betrachtet werden. Idealentwürfe und die tatsächliche Stadtentwicklung widersprechen sich zwar, da der Idealentwurf wesentliche Aspekte der Stadt nicht einbezieht, trotzdem beeinflussen sich die beiden fortwährend gegenseitig.

Vor allem Historische Elemente prägen durch ihre langandauernde Präsenz die Qualität eines Ortes, und bilden die kollektive Erinnerung einer Stadt. Diese können als Ausgangspunkt einer Stadtentwicklung dienen, auch wenn diese Elemente immer wieder ihre Funktion ändern.

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