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Die Muriden in Bozen / Peter Volgger

24.07.2015

Das Projekt widmet sich dem Thema ‚Stadt und Migration’ am Beispiel afrikanischer ‚Transmigranten’. Das sind hochmobile Gruppen von Personen, die über nationale Grenzen hinweg Beziehungen zum Herkunftsland aufrecht erhalten und dynamische Netzwerke etablieren. Die Improvisationen der sogenannten ‚Muriden’ schaffen Öffnungen für neue urbane Situationen und kreative Verbindungslinien zwischen dem Globalen und dem Lokalen. Sie öffnen damit eine neue Perspektive auf die lokalen Effekte globaler Prozesse. Damit sollen neue Erkenntnisse im Bereich der Grundlagenforschung zu Migration und Stadt und innovative Methoden der Stadtforschung gewonnen werden. Seit ihrem ‚Auftauchen’ in Italien sind die Senegalesen zumeist als Wanderhändler tätig, anfangs ohne Lizenz und Aufenthaltsgenehmigung, Menschen, die saisonal ihren Aufenthaltsort wechseln. Die Relation, das In-Beziehung-Setzen der Orte, ist für sie wichtiger als der einzelne Ort. Bozen eignet sich für die Untersuchung des Migrations-Phänomens wegen der Übersichtlichkeit der Stadt in einer peripheren Lage.

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