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‘Designing the Migropolis’ – Topologische Schnitte / Peter Volgger & Elias Baumgarten

24.07.2015

Migration zieht eine Raumproduktion durch Mechanismen ständiger Transformation nach sich, weil globale Praktiken immer wieder neu lokal verankert werden müssen. Katharina Paulweber hat in ihrer Arbeit ‚Designing the Migropolis‘ in diesem Zusammenhang nach topologischen Invarianten gefragt, also nach Alltagspraktiken oder Artefakten, die inmitten all dieser Veränderung Konstanz erfahren und folglich für eine bestimmte Ethnie charakterisierend sind – wie etwa die Bilder Ahmadou Bambas, die sich Muriden weltweit aufhängen. Sie hat dazu ein topologisches Schnittverfahren entwickelt, das von architektonischer Praxis inspiriert ist und die Theorie Appadurais (‚scapes’) aufgreift. Damit untersucht sie schließlich den Minimundus des Hotel House in Porto Recanati. Ein weiterer Schritt kann nun darin bestehen, ausgehend vom Abgleich eingefrorener Momentaufnahmen die Transformationsprozesse selbst zu adressieren, die dazwischen ablaufen. MVRDs auf dem Prinzip zellulärer Automaten basierter Simulator SpaceFighter kann das von Katharina Paulweber entwickelte methodische Arsenal erweitern und die Transformationen, denen die von ihr gefundenen ‚pattern‘ unterworfen sind, projektiv und in Echtzeit simulieren. So kann die Dynamik migratorischer Raumproduktion thematisiert werden und ein Mehrwert für verschiedenste Disziplinen entstehen.

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