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Über-Guru-Space / Andreas Rumpfhuber

30.01.2010

Der Über-Guru für Manager Tom Peters inszeniert sich als vorbildliches zeitgenössisches Arbeitssubjekt in dem Bett eines Luxushotels. Das Porträt ist nicht nur deswegen signifikant weil er sich zeri drittel des Jahres in Hotels aufhält. Dort bereitet er seinen Arbdeitstag vor. Leben, Wohnen und Arbeiten vermischen sich in diesem opulenten Hotelzimmer. Die zugezogenen Vorhänge etablieren eine homogene, fugenlose Innenraumhülle, die einen zirkulären, selbstreferentiellen Produktionsraum für den kreativen Unternehmer konstituiert. Ein Arbeitsplatz aber, der als Rückzugs- und Freiraum deklariert wird. Es ist ein Lebensraum, dessen Inneres nichts dem Zufall überlässt und versucht alles Äusere draußen zu halten. Dieses Arbeiten in Bett symbolisiert zwar die große Freiheit der Entspannung und des Nichts-tuns; es wird aber im Porträt umgekehrt. Das Bett wird hier Reproduktionsstätte der kapitalistischen Mehrwertproduktion.

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