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Architekturtheorie / Bart Lootsma

7.06.2009

Das Wort Theorie geht aus dem altgriechischen Verb „theorein“ hervor, das soviel wie „schauen“ oder „beobachten“ bedeutet. Das Zentrum der Architekturtheorie ist also das Betrachten und Interpretieren von Architektur und all ihrer Aspekte. Wie inzwischen in der Kulturtheorie üblich, beschäftigt sich Architekturtheorie nicht nur mit einem elitären oder kanonisierten Teil der gebauten Umgebung, sondern allgemein mit räumlichen Praktiken. Sie versucht nicht, in eine hypnotische Metaphysik oder komplexe Kosmologie zu
flüchten, die dann, zusammengefasst als Katechismus, zu Rezepten für Gebäude führen soll. Sie versucht, die tatsächlichen, realen Kräfte, welche die Umwelt formen, selbst in ihrer Mittelmäßigkeit zu verstehen. Sie analysiert die Bedingungen, unter denen diese
Produktion stattfindet, und stellt Vermutungen über die möglichen sozialen, politischen und kulturellen Auswirkungen spezifischer Interventionen an.

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