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Mädcheninternat „Unterhaus“, Disentis/Mustér / Bettina Schlorhaufer

5.09.2013

Noch immer assoziieren viele Leute mit Internaten Orte fern der Heimat, an denen junge Menschen alles andere als behaglich wohnen. Dieses Verständnis geht auf die spätestens seit dem 19. Jahrhundert gebräuchliche Definition von „Internat“ und ihr etymologisches Naheverhältnis zum Begriff des „Internierens“ zurück. Damals stand das Wort „Internat“ für eine Lehranstalt, in der die Zöglinge auch wohnten. Zum Erziehungsprogramm gehörten spartanische Unterkünfte, schlechte Verpflegung und unmenschlicher Drill. Zahlreiche Romane – bzw. ihre späteren Verfilmungen – haben diese Vorurteile im kollektiven Bewusstsein unserer Gesellschaft verankert. Dabei gibt es gerade in der Schweiz Internate mit angeschlossenen Schulen, die Weltruf genießen. Zu ihnen zählt die Klosterschule von Disentis.

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