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„Etwas tun, um das Leben ein bisschen erträglicher zu machen“ / Bettina Schlorhaufer

5.09.2013

Gion A. Caminada im Gespräch mit Bettina Schlorhaufer:

Ich habe gelesen, dass es in der Schweiz heißt, das Material Holz begleitet den Menschen von der Wiege bis zum Sarg. Denkst du in bestimmten Momenten beim Entwerfen noch immer wie ein Schreiner? – In meiner Ausbildungszeit als Schreiner gab es keine spezialisierten Betriebe, die nur Tische oder Stühle machten. Wir haben ganze Häuser gebaut, aber auch Särge. Ich weiß genau, ich musste einmal jemanden einsargen. Das war meine erste Berührung mit dem Tod. Ich war 16 und mein Lehrmeister sagte: „So, jetzt musst du mitkommen, jetzt müssen wir einen Toten in einen Sarg hineintun.“ Die Särge machten wir damals selber. Ich hatte eine unheimliche Angst. Ich wollte davonlaufen. Schlussendlich musste ich dann aber nicht hingehen.

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